Wiese der Wahrnehmungen

     
Wiese der Wahrnehmungen

Augenblick, Überblick, Rückblick, Auf Wiedersehen-

unsere Sprache zeigt deutlich, dass die Augen eine Vorrangstellung im Kreis der Sinne einnehmen. Sie liefern uns ständig eine Vielzahl neuer Bilder über die Welt um uns herum. Aber Vorsicht: Sehen ist nicht alles! Auf unserer Wiese ist auch Uhr Fingerspitzengefühl, ihre Nase und Ihr ohr im Einsatz. Ebenso Ihr Tastempfinden an den Fußsohlen, Ihr Gleichgewichts- Temperatur- und Orientierungssinn sind gefragt.

Auf Anfrage bieten wir Gruppen auch eine Führung durch die Wiese. Für nicht Sehbehinderte stellen wir zum Experimentieren mit der eigenen Wahrnehmung Brillen zur Verfügung, die eine Sehbehinderung simulieren.

Für Menschen mit Sehbehinderung

gibt es bei uns Informationen in Blindenschrift auf Tafeln, z.B. an den Skulpturen, den Hochbeeten, der Waldecke. Ebenso ist eine Beschreibung der gesamten Anlage mit Reliefkarte in Arbeit, sowie die Speisekarte der Daumsmühle.
 

 

Mit Gefühlen in Berührung kommen -  
Gefühle fühlt man "normalerweise" nicht mit den Händen. Man spürt sie in sich selbst oder sieht sie bei anderen am Gesichts- oder Körperausdruck. die Erbacher Bildhauerin Martina Berge hat Gefühle in zwei Jura-Marmorblöcke eingearbeitet. Die 40 x 40 cm großen Steine, jeder auf einem ca. 1m hohen Sockel angebracht, stehen sich in einem kreisrunden Areal im Abstand von ca. 1,5m gegenüber. Welche Gefühle werden Sie wohl in diesen Skulpturen entdecken?
 
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Wer nicht hören kann darf fühlen

 
 
Mit unserem ganzen Körper nehmen wir Schwingungen wahr, wenn sie "laut" genug sind. Leise Töne, wie etwa die des Klangspiels können unsere Besucher auch mit den Händen, mit der Wange oder Nasenspitze "hören". Mit einem kleinen Hämmerchen schlagen Sie eine der unter- schiedlich langen Metall-röhren an, legen dann ihre Hand sachte daran und schon können Sie die unterschiedlichen Tonhöhen spüren - Sie hören mit den Händen.
 
"Rotfaule Fichte" - unser Baumtelefon  
"Tief im Odenwald" lag sie, die ca. 3m lange, innen total ausgehöhlte Fichte. Jetzt hat sie auf unserer Wiese einen besonderen Platz erhalten und Sie können nach "Marderart" telefonieren : halten Sie Ihr Ohr an das Ende des Stammes und bitten eine zweite Person am anderen Ende leicht zu kratzen ... werden es hören.
 
"Vom Weg abkommen"  
 
Im Anschluß an den Teich können Sie entweder dem Rundweg zur nächsten Station folgen, oder vom Weg abkommen! Parallel zum Rundweg führt nun einige Meter ein Barfußweg, auf dem Sie ihr Fußgefühl testen können. "Ergehen" Sie sich über Rindenmulch, Kieselsteine, Gras und anderes Material.
 
     
     

 

Drei Hochbeete mit Duftpflanzen -  

Wussten Sie, dass es "Standort-dufter, Umher- oder Wander-dufter, immergrüne Immerdufter, Blütendufter und Berührungs-dufter" gibt? Blütendufter schicken ihren Duft von selbst zum Besucher des Duft- oder Hochbeets, beim Berührungs-dufter muss der Duft "mit den Händen herausgeholt werden", durch Berühren, Tasten, Bewegen, Erwärmen. Wir möchten unsere Besucher/Innen neugierig machen auf die wunderbare Welt der Düfte und dazu ermuntern, die Welt einmal "durch die Nase" wahrzunehmen. Die Hochbeete sind aus Lärchen-holz gebaut, ca. 1m hoch, so dass Sie bequem davor stehend oder sitzend die Pflanzen berühren können.

 
   
 
In unserer "Waldecke" steht ein Holz-Pavillon, in dessen Innenraum Bänke zum Ausruhen einladen. Rechts und links vom Pavillon sind heimische Baumarten gepflanzt. Würden Sie eine Eberesche am Stamm oder an den Blättern erkennen? Sie können in aller Ruhe Ihr Baumwissen testen und dann die zugehörigen Informationsschilder umklappen. Ebenfalls im Pavilon können Sie verschiedene heimische Vogelstimmen abfragen, die digital abgespeichert wurden.
 
   
 
Die eigentliche Wasserfläche des Teiches beträgt ca. 40 m², davon sind ca. 10-15 m² als Flachwasserzone angelegt worden. Sandsteine, ein kleiner Bachlauf, über den eine Brücke führt und blühende Stauden rücken hier "insBild". Angepflanzt wurden einheimische Stauden und Gräser wie Blutweiderich, Wasserminze, Sumpfvergissmeinnicht und Igelkolben.
 
Licht und Schatten  
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Nicht nur für Kinder ist es ein besonderes Erlebnis bei Sonnenschein durch den Weidentunnel zu gehen. Schatten, durchbrochen von Lichtstrahlen, Sonnenflecken hier und dort, alles ist in Bewegung, wenn auch noch der Wind hinzukommt. Neben dieser lustvollen Erfahrung im Wechselspiel von Licht und Schatten steht aber auch das Nachempfinden von sehbehindert sein.